Von der letzten Patientenstimme sind bis jetzt annähernd 3500 raus.
Wegen der vielen Bestellungen mußte statt ein Mal ein dutzend Mal
nachgedruckt werden. Das Thema war die Einzelkrankheit im Verhältnis
zur Menschengattung. Der aktuelle Anlaß: der schon vor einigen Jahren
angelaufene genozidale Völkermord, die Genozid-Genetik. Davor (Patientenstimme
Nr. 2) ging es um das oft so genannte Schicksalhafte einer durch die ärztliche
Klassenherrschaft verpatzten Menschheitsgeschichte. Anlaß: die kosmisch-soziale
Revolution in 30 Jahren SPK.
Jetzt wieder ein Doppelheft; denn es ist einfach zu viel zu tun, und
das dadurch jeweils anfallende Material würde Sammelbände füllen.
Deshalb dauert es auch manchmal etwas länger, von Heft zu Heft. Diesmal
die Religion. Anlaß: Abtreibung und Sterbehilfe, Gedenkstätten
und Denkmalspflege. Ebenfalls alles längst schon am Laufen, seit Nazizeiten
und schon lange davor. Ja, wer sich mit Krankheit beschäftigt, und
alle Beschäftigten wie Unbeschäftigten halten es in den bestehenden
Verhältnissen nur aus kraft Krankheit und Krankschreibung, wer sich
mit Krankheit beschäftigt, muß sich dem Schicksalhaften (Patientenstimme
Nr. 2), dem Menschheitsspezifischen (Patientenstimme
Nr. 3) und dem Religiösen stellen. Ganz unverkürzt.
Erst recht als Frontpatient in der Patientenfront. Die mehrheitliche Normoisiesekte
hingegen kennt weder das „Schicksalhafte“ einer durch die ärztliche
Klassenherrschaft verpatzten Menschheitsgeschichte, noch Kosmisch-Sozialrevolutionäres
und ist insofern durch und durch religiös oder, wenn man will: auch
irreligiös noch zu allem anderen dazu.
Gelegentlich werden sogar wir schon zum Objekt religiöser Gefühle
(: re-ligiösem An-“denken“). So haben sich z.B. zusätzliche MFEs*
bei der Redaktion der Patientenstimme gemeldet, die sich
derzeit wohl noch hauptsächlich mit Dichtung, Quellenexegesen und
dergleichen subjektiv-normoisiebourgeoisen Abgestandenheiten wacker herumplacken.
Um z.B. im Euthanazi-Holland der ach so liberalen Haus- und Weltbundsärzte
(allein herrschende Klasse der internationalen Meucheljacker) zum Selbstmord-
= Mordkandidaten freigegeben zu werden zur Fremdbrandmarkung, muß
man im Allgemeinen die 60-Jahresgrenze wenigstens erreicht haben. Wozu
der Umstand, schon vorher die Selbstbrandmarkung als Patient oder wenigstens
eine offene Kriegserklärung zum so einfachen, wie unverzichtbaren
Kampfmittel gemacht zu haben? Eile mit Weile. Aber die Welt hat nicht für
alles ewig Zeit.
* MFE = Multi-Fokaler Expansionismus, vgl. SPK - Aus der Krankheit eine Waffe machen, S. 53ff; Krankheit die Ganzheit mit Zukunft, S. 87, 374; Utopathie vorweg, S. 71.Die Fanfare auf der Umschlagseite dieser Patientenstimme, na ja, wer Ohren hat zu hören ..., und auch ein Eselsohr wächst direkt am jeweiligen Kopf, ist also nicht weit her, und allein schon dies unterscheidet Ohren gründlich und grundsätzlich von besagter Fanfare j.w.d. (jaanz weit draußen). Manche, anstatt die Stimme der Krankheit, ihre Stimme, ärztlich bestimmt wohlgemerkt, hören vielleicht sogar ein Grashälmchen auf der Autobahn wachsen. Aber was ist heute (Pflanzengenetik, Grüne) daran noch wichtig?
Folgendes unsere Theorie der Revolution (Skizze): pro Krankheit das
Prinzip, Ärztekrieg der strategische Hauptpunkt, ohne den es ein Ende
der Unterdrückung und einen Anfang der Befreiung in keiner, aber auch
in gar keiner Befreiungsbewegung je geben kann, keine Utopathie, das heißt:
keine Menschengattung je. Also alles aus einem Guß, nämlich
Prinzip, Methode, Ziel. Diapathik nennen wir das, weil es eine materialistische
Dialektik ist, erstmals eine materialistische Dialektik, materialistisch,
weil im Stoff der Krankheitsdynamik vorgegeben, die herzustellende Menschengattung
das zugehörige energetische Spannungsfeld, Krankheitskraft das sich
dabei ereignende Agens, erkennbar an seinen, Neuwirklichkeit herstellenden,
realitätssprengenden Ein- und Auswirkungen. Dies unsere Theorie der
Revolution. Und die Praxis, die Pathopraktik?: Wir alle sind, bei aller
Verschiedenheit untereinander, schon lange engstens miteinander verbunden,
mindestens so eng, wie Krankheit mit jedem Einzelnen von uns. Dies die
stärkste Bindungskraft. Wer die Trennung versucht, wird es erfahren.
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Hatten wir in der letzten Patientenstimme auch Fremdtexte mit
aufgenommen und dies begründet (siehe redaktionelle Vorbemerkung zur
Patientenstimme
Nr. 3), so sind es diesmal ausschließlich Originaltexte von Frontpatienten
aus der Patientenfront. Der Grund: die Lesenden wollen es so. Auch die
bei uns in Auftrag gegebenen Texte, unterschrieben von den Auftraggebenden
selbst, z.B. der Text von Frau Ch. (S. 47ff), in Auftrag gegeben von ihr
selbst bei SPK/PF(Ö), sind also von Frontpatienten verfaßt.
Andere über diese, unsere Kränkschriften: „Da steckt
doch eine manchmal monatelange Arbeit und Zusammenarbeit mit den Auftraggebenden
drin, bevor es mit so einem, scheint’s einfachen Antrag, ganz zu schweigen
von den Beweismitteln („vergessen“, „verlegt“, „hat mein Mann“, „ist bei
den Behörden“, „ist in meiner alten Wohnung“, „da ist die Kopie so
schlecht“, „kommen Sie, helfen Sie, schicken Sie jemand“, „wie kann ich
die herausklagen?“) und dergleichen mehr, sein Richtiges hat. Warum verschweigt
Ihr das? Eben genau diese Pathopraktik, in die alle sich einarbeiten sollten
und müßten, ist doch das Wichtigste bei Euch! Und im Gegensatz
zu Euren Kränkschriften: was soll denn wer anfangen mit dem Geschreibsel
von irgendwelchen Gefälligkeitsschreibern, die sich am Thema „unwertes
Leben“ vergreifen, um daraus Profit zu machen, und die das doch nur, und
sonst meist gar nichts, diesen längst übersattsam bekannten alten
Seich, sich selbst, der Presse, dem Buchmarkt und Vortrags- und sonstigen
Reklameveranstaltern zu Gefallen tun, und sonst sich viel zu fein sind,
irgend ein Stück Scheiße oder Krankheit oder Pisse selber anzufassen,
und dafür noch stolz sind, wenn sich ein noch normoisischerer „Kritiker“
aus dem Lager der Weißen Armee Fraktion findet, der ihnen den Gefallen
tut, sie ein wenig von voll rechts oder schräg links leise anzupissen.“
Was mußten wir nicht alles erklären und uns anhören
an Vorwürfen über einige der nicht von uns stammenden
Fremdzusendungen in der letzten Patientenstimme, z.B.: „Die herrschenden
Verhältnisse werden durch das in manchen afterpolitlastigen Beiträgen
Geschriebene verharmlost und dadurch noch verstärkt“, „Falsche Begrifflichkeiten,
die in die Irre führen“, „Wo ist da die Pathopraktik?“
Unser um allseitige Duldung bemühtes Ansinnen, die Lesenden würden
doch gern auch dem Krankheitsbegriff ferner stehende hohle Nüsse selber
knacken, hat also zunächst einmal wenig Anstrengungsfreude hervorgebracht.
Auch dies kann anders werden, z. B. durch Wachsen der Fähigkeiten,
z.B. infolge des vor allem pathopraktischen Umgangs mit unseren
Originaltexten.
Deshalb lesen Sie in der vorliegenden Patientenstimme beispielsweise
nichts über „Diplomatie und Staatsterrorismus (Terror als Bestandteil
des iranischen Fundamentalismus.)“ Frage: Wieso steht da nichts über
den ärztlichen Terrorismus, auch im Iran?! Hier die Stellungnahme
der PATIENTENFRONT: Die HEILsfront (Weltärzteherrschaft) ist fertig
und geschlossen, wenn entweder der religiös-islamische Therapieterror
das Rennen gemacht hat oder der ärztlich-kapitalistische (Iatrokapitalismus).
Und: Es ist dran, der Ärzteklasse, der HEILsfront, eine entsprechende
Patientenfront
entgegenzusetzen!
Sie lesen auch nichts über Gedenkaufrufe zur Befreiung Österreichs
vom Hitler-Faschismus. Dazu PF: Die anderen zählen die Toten, wir
mobilisieren die Lebenden.
Sie lesen auch keine Erzählung über den Hudson-Fluß,
Gespräche am Ufer und Wiener Küche, daruntergemischt, wohl als
Gewürz, etwas, das vielleicht satirisch sein soll, sich aber liest
wie pro(!) Genozid-Genetik; geschweige denn etwas über Stadt-, Land-
und Umwelt-Dummweltziegen.
Des weiteren hielten wir den Abdruck der Versicherung, daß der
Kapitalismus schlecht, „der“ Sozialismus aber besser für die Arbeitenden
und „der“ Marxismus das einzig Wahre sei, für verzichtbar, gerade
im Hinblick auf die durch SPK/PF(H) bewirkte Weiterentwicklung der Revolution
in tagtäglichem Tun und Schrift. Siehe auch die diesbezügliche
zustimmende Stellungnahme einer Spartakistin (Seite 21).
Es versteht sich von selbst, daß wir auch den, wohl eher irrtümlich
an die Redaktion der Patientenstimme gesandten Beitrag zu Elektroschockfolter
mit patientenfeindlicher, antipsychiatrischer Schlagseite nicht
abgedruckt haben. Was sich Antipsychiatrie, Weglaufhaus, Psychiatrieerfahrene
und Irrenoffensive nennt, ist Krankheitshaß, Patientenverräterei
und Jackerklasse. Wir selbst waren lange vorher da, gehören zur Patientenklasse,
Gründerwurzel SPK, und sind dabei geblieben. Wie man damit anfängt
und weitermacht? Dazu was, hier direkt drin (S. 26ff), mehr in den Kränkschriften
des KRRIM - Verlag für Krankheit.
Auch keine Mißstandsartikel über Prof. Gross und
Würgegabrielengelchen, über „Spiegelgrund“ und „Baumgartnerhöhe“.
Lesen Sie dazu Grundlegendes in dieser Nummer: MFE Italien / SPK/PF(Ö):
Präzedenzfälle und dennoch kein Ende? Schluß mit Symposien!
(S. 5ff).
Dennoch danken wir für alles uns Zugesandte; denn niemand ist
unter den herrschenden Verhältnissen für seine vorgegebene Interessenlage
verantwortlich zu machen, es sei denn für sein Zögern, sie umzuwandeln
nach allem, was seit 30 Jahren über Krankheit als revolutionäre
Explosivkraft weit genug herumgesprochen ist, und zwar unter Aufbietung
aller Mittel und tausendfach freudiger Opferung all dessen, was die Normoisiebourgeoisiesekte
Lebensglück nennt, eben dafür, nämlich für den Einsatz
aller Mittel gegen sonst stocktaube Ohren, um dies der Deutlichkeit halber
nochmal hinzugefügt zu haben.